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Behinderung

Grafik / Symbol Rubrik Behinderung und Teilhabe am Arbeitsleben

Was heißt behindert?

Menschen sind behindert, wenn sie für längere Zeit körperliche, seelische, geistige oder Sinnesbeeinträchtigungen haben und durch Wechselwirkungen mit ungünstigen personen- sowie umweltbezogenen Faktoren (Kontextfaktoren) die Teilhabe an der Gesellschaft eingeschränkt sein kann (UN-BRK).

In Deutschland gilt ein Mensch als behindert oder von Behinderung bedroht, wenn die Bedingungen nach § 2 SGB IX erfüllt sind.

Wie viele Menschen sind betroffen?

  • etwa 10,2 Millionen Menschen haben eine anerkannte Behinderung
  • davon 7,6 Millionen Menschen eine Schwerbehinderung (Grad der Behinderung 50 und mehr)
  • rund 12,8 Millionen Menschen haben Beeinträchtigungen bei der Ausübung von Aktivitäten, z. B. beim Sehen, Hören oder Gehen

Die meisten Behinderungen und chronischen Erkrankungen treten zwar erst im höheren Lebensalter auf, trotzdem sind viele der betroffenen Menschen im erwerbsfähigen Alter. Bei den anerkannt behinderten Menschen etwa 50 Prozent.

Teilhabe am Arbeitsleben - die Praxis zeigt wie!

Beispiele zeigen, welche Maßnahmen und Fördermöglichkeiten (PDF, 1.346 KB) in der Praxis eingesetzt werden, um Barrieren abzubauen und unterstützende Rahmenbedingungen zu schaffen.

Gruppen zu: Behinderung

Neurologische Behinderung

Neurologische Behinderungen entstehen durch Schädigungen des Nervensystems. Es handelt sich zum Beispiel um Erkrankungen wie Multiple Sklerose (MS), Schlaganfall oder Epilepsie. Sie können aber auch durch Unfälle mit Hirn- oder Rückenmarksschädigung ausgelöst werden.mehr

Behinderung des Bewegungs- und Stützapparates

Behinderung des Bewegungs- und Stützapparates entstehen durch Erkrankungen oder Unfälle, die Wirbelsäule, Gliedmaßen, Gelenke, Sehnen oder Muskeln betreffen und schädigen.mehr

Andere Körperbehinderungen

Andere Körperbehinderungen entstehen häufig durch eine Erkrankung und Schädigung der inneren Organe. Zu den Ursachen zählen beispielsweise Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes mellitus, Atemwegserkrankungen, Magenerkrankungen, Nierenerkrankungen und Krebs.mehr

Sehbehinderung und Blindheit

Sehbehinderung und Blindheit sind angeboren oder entstehen durch Erkrankungen wie Retinitis pigmentosa, Makula-Degeneration oder Netzhautablösung sowie Verletzungen, die das Auge, den Sehnerv oder das Sehzentrum des Gehirns schädigen.mehr

Schwerhörigkeit und Gehörlosigkeit

Schwerhörigkeit und Gehörlosigkeit sind angeboren oder entstehen durch Erkrankungen wie Gehirnhautentzündung, Scharlach oder Hörsturz sowie Verletzungen, die das Ohr, den Hörnerv oder das Hörzentrum des Gehirns schädigen.mehr

Sprachbehinderung

Sprachbehinderungen entstehen durch Erkrankungen wie Schlaganfall oder Krebs, sind angeboren oder durch ein ungünstiges Umfeld entstanden. Auch Verletzungen können das Sprachzentrum des Gehirns oder die für das Sprechen erforderlichen Strukturen, also Nerven, Organe oder Knochen, beeinflussen und so die Kommunikation einschränken.mehr

Lernbehinderung

Eine Lernbehinderung kann beispielsweise durch eine angeborene deutlich verringerte Intelligenz, hirnorganische Störungen und/oder ungünstige Lern- / Kommunikationsbedingungen im Elternhaus sowie durch Einflüsse des sozialen Umfeldes vorliegen.mehr

Geistige Behinderung

Geistige Behinderung bezeichnet als zentrales Merkmal eine verzögerte oder verringerte mentale Entwicklung. Die Ursachen sind genetisch bedingt wie durch das Down-Syndrom oder erworben, beispielsweise durch Sauerstoffmangel bei der Geburt oder Hirnhautentzündung.mehr

Psychische Behinderung

Psychische Behinderungen entstehen durch Erkrankungen wie Depressionen oder Schizophrenie, die den seelischen Zustand dauerhaft oder wiederkehrend beeinträchtigen.mehr

Behinderung durch Sucht

Die Behinderung entsteht durch eine Suchterkrankung und führt zu einer Abhängigkeit von Alkohol, Drogen, Medikamenten oder anderen Suchtmitteln mit entsprechenden körperlichen, geistigen und seelischen Auswirkungen und Einschränkungen.mehr